BACKBABELFISCH: BUTTERCREME

 

Ich bin nicht gerade stolz auf meine erste Begegnung mit Buttercreme. Einer Creme, die mir zu sehr nach Butter schmeckte und die auch noch krisselig zwischen den Zähnen knirschte!

Um die grosse Popularität und Wichtigkeit der Buttercreme beim Zuckerbäckern gewusst und verzweifelt im Freundeskreis auf der Suche nach Gleichgesinnten herumfragend, ergab sich dann Folgendes: Entweder wurde das zuckrige Knirschen in den Himmel gelobt und sogar erwartet, oder man hörte Sätze wie: “Das Knirschen geht ja gar nicht!” und “Bei der Buttercreme, die meine Oma machte, war da nie so ein Knirschen!” Omas können eben alles besser!

Doch die Not ist die Mutter der Erfindung bzw. der Suche nach Alternativen! Auf der Suche nach Artverwandten stellte ich fest, dass die Franzosen, die Italiener, die Schweizer, die Amerikaner und die Deutschen Ihre ganz eigene Vorstellung von Buttercreme haben und ich nur die amerikanische Variante probiert hatte.

Bei der italienischen/schweizerischen Variante gibt es nämlich das Knirschen zwischen den Zähnen nicht, weil hier Zuckersirup zum Süssen verwendet wird statt Puderzucker. Das Knirschen zu vermeiden ist mir also gelungen, aber trifft bei weitem nicht jeden Geschmacksnerv, hat uns aber wenigstens ein “Mh, wie die Buttercreme von meiner Oma!” beschert!

Des einen Leckerei, des anderen Stirnrunzlerei! Gehasst und geliebt, so vielfältig und doch so einfach und klar in Ihren Zutaten aber eben doch Geschmackssache?!