WECKMÄDELS & BUBEN ZU ST. MARTIN!

St. Martin in den Achtzigern!

St. Martin in den Achtzigern!Ein guter Freund hat mir einmal gesagt, dass er beinahe niemanden mehr kennt, der die alten und traditionellen Feiertage als Erwachsener noch mit feiert, so wie ich es tue!  Für mich war das ein großes Kompliment!

In alten Alben stöbernd fand ich dieses Bild. Man kann mir ansehen, dass ich als Kind schon Spass daran hatte. Was darauf allerdings nicht zu sehen ist, dass am Ende des Stöckchens und der daranhängenden Schnur keine Laterne mehr vorhanden ist, weil sie mir abgefackelt ist (Ja, in den Achtzigern hatte man echte Kerzen in den Laternen!). Außer Laternen und einem echten Martin auf einem echtem Pferd dürfen Weckmänner heute auf gar keinen Fall fehlen!

Weckenfamilie

Aber jetzt mal ganz ehrlich: Hefeteige und ich, wir sind nicht gerade die besten Freunde. Ach was solls. Wir können uns nicht leiden! Ich traue mich zwar an die kompliziertesten Backrezepte ran, aber wenn es um diesen vermaledeiten Teig geht, gibt es für mich nur eine wahre Freundin, die mir treu, loyal und immer erfolgreich zur Seite steht: meine Brotbackmaschine, die den Teig für mich rührt und gehen lässt! Steinigt mich dafür bitte nicht!

Weckbube

Dieses Jahr habe ich mich eher darum bemüht mit Details zu glänzen als mit Accessoires, denn letztes Jahr gab es Weckmänner mit selbstgemachten Schokoladenpfeifen.

WeckmädelWenn man mit Hefeteig gut gestellt ist und die Milch nicht zu heiss werden lässt, dann kann man ihn natürlich selbst zum Gehen bringen aber hier ein Rezept, so wie ich ihn gemacht habe:

  • 550 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 350 lauwarme Milch
  • 1 1/2 EL Butter
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Mandeln & Rosinen zum Verzieren

Alle Zutaten in die Brotbackmaschine, das Programm TEIG auswählen und sich anderthalb Stunden mit etwas anderem beschäftigen, außer vielleicht nach einer Stunde den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Nach dem Piepton den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und nach Lust und Laune die Weckmänner formen. Ich forme als erstes immer den Kopf, dann längere Rollen für den Körper. Arme und Beine entweder extra formen oder einfach mit dem Messer einschneiden und zurecht formen und ziehen. Falls alle Teigstricke reißen einfach eine Form für Lebkuchenmänner nehmen und damit die Weckmänner ausstechen. Dann geht es ans Dekorieren mit Mandeln & Rosinen oder nach Belieben mit Zitronat oder Orangeat. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, mit Eigelb bestreichen und im Ofen etwa 20 Minuten backen oder bis sie goldbraun sind. Allein der Duft! Lecker!

Es ist immer schwierig abzuschätzen, wie die Weckmänner nach dem Backen aussehen werden oder ob die Rosinen da bleiben wo sie sollen. Deshalb lieber ein paar mehr Weckmänner backen. Ausschuss gibt es immer wie ich letztes Jahr feststellen musste, aber ich machte mir einen Spass daraus, den misslungenen Weckmännern Namen zu geben. Oben seht Ihr zum Beispiel den Glöckner!

Martinsfeuer II

Beim Martinsfeuer gestern bei uns im Ort gab es eine kleine Schauspieleinlage von Kindern, die die Geschichte um Martin und dem Bettler nachspielten.  Danach gab es heissen Orangensaft, Glühwein für die Erwachsenen und natürlich Weckmänner! Vielleicht geht Ihr ja heute auch bei einem Martinszug mit? Oder gar zum Gänseschmaus? Wie auch immer Ihr Euren Martinstag gestaltet, ich wünsche Euch viel Spaß dabei!

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